Hearthstone

Blizzards erstes dynamisches Bundle für World of Warcraft – guter Deal oder Leutfangerei?

Nachdem dynamische Bundles in Starcraft II und Heroes of the Storm oder auch Steam schon völlig normal sind, hat es nach Jahren nun auch ein erstes dynamisches Bundle in World of Warcraft geschafft.

Für 50 statt 150 Euro gibt es im „See you Later“-Bundle 3 Pets, 3 Mounts und drei Helmtransmogs. Der Rabatt von 66 % lässt sich sehen, gibt Blizzard doch auf alle einzelnen Pets und Mounts sonst nur 50% rund um Weihnachten.

Im Einzelkauf käme man also mit den 3 Pets (3×5 Euro) und 3 Mounts (3×12,50) auf 15+37,50= 52,50 Euro und spart allein daran, bekommt für etwas weniger Geld aber noch die Helme oben drauf.

Doch lohnt sich das Bundle wirklich?

Die Helme waren entgegen den Pets und Mounts noch nie im ingame-Shop zu finden, was mich wundern lässt, wieso Blizzard diese so halbherzig behandelte. Entgegen der Pets und Mounts kamen nach diesen drei auch nie weitere hinzu.

Die Pets gehören sicherlich nicht zu den hübschesten. Lil’ XT ist eine Miniversion seines nervigen Raidbosses aus Ulduar, der Cenarion Hatchling ist ein federloser Hyppogryph und der Moonkin Hatchling, nunja, ein Druide zum mitnehmen 😉 .

Bei den Mounts hat sich Blizzard auch keineswegs mit Ruhm bekleckert. Das Swift Windsteed fand ich schon zu dessen Einführung nicht besonders hübsch, den Grinning Reaver sowieso nicht, bah Insekten und der Armored Bloodwing – nunja, ich habe nichts gegen Fledermäuse, aber es gibt hübschere Mounts.

Wo wir auch schon bei meinem Punkt wären.

Nichts im Bundle ist wirklich hübsch

Bei mehreren hundert Pets im Spiel muss man diese drei schon sehr gerne haben, wenn man sie sich holt; nur um die Anzahl etwas aufzustocken, lohnen sie sich bei dem Preis keinesfalls. Vor allem die Mounts erwecken aber den Eindruck, als hätte Blizzard mal die unattraktivsten Angebote genommen, um sie in einem Bundle irgendwie an den Spieler zu bringen, der zuvor gar nicht wusste, dass er sie braucht, sonst hätte dieser schon eher zugeschlagen.

Die Helme fallen in etwa dieselbe Kategorie. Klar, sie sind irgendwie hübsch, aber hübsch sind auch 100 andere Helme im Spiel und falls Blizzards Idee aufgeht, rennen bald viele Spieler mit einer der drei Helmvarianten herum, wodurch diese auch nichts mehr besonderes sind, außer ein 50 Euro tiefes Loch im Portmonnaie, weil alles aus dem Bundle irgendwo in einer Liste vergammelt und man im Endeffekt doch nichts davon hat.

Sich zu zwingen diese zu benutzen, weil man sie ja gekauft hat, ist ebenso idiotisch, da hätte man sich das Bundle gleich sparen können. Doch Blizzard schießt den Vogel noch im Kleingedruckten ab.

Die Inhalte des Bundles sollen komplett verschwinden…vorerst

Im Kleingedruckten steht nämlich, dass die Inhalte des Bundles vorerst aus dem Shop genommen werden, woraus sich jetzt die letzte Möglichkeit, diese zu erhaschen.

Blizzard zeigt dem Spieler also, etwas zu wollen, was er nicht braucht und übt Druck durch das Zeitlimit aus, wobei sie sich mit dem Zusatz „vorerst“ auch die Freiheit lassen, das ganze als Retro-Bundle oder sonstwas zurückzuholen.

Doch muss man sich einfach eine Frage stellen: Wieso entfernen sie digitale Inhalte aus einem Store? Selbst wenn die Mounts, Pets und Helme so unbeliebt sind, naja, dann lässt man sie eben drinnen, vielleicht kauft sie doch mal jemand.

Die Antwort ist aber ganz klar: Sie wollen jetzt mit diesem Bundle Geld kassieren, obwohl kein Spieler irgendwas davon braucht.

50 Euro ist einfach zu viel

Klar, es kann sich eher lohnen, wenn man schon Inhalte aus dem Bundle besitzt und einen reduzierten Preis erhält, doch ist 50 Euro einfach erstmal ein happiger Betrag. Dafür kann man sich so viel anderes kaufen. Um im digitalen Unterhaltungssektor zu bleiben, hier einmal ein paar Beispiele, die etwa 50 Euro entsprechen:

1 Jahr PlayStation Plus im Angebot

1 neues Spiel für egal welche Plattform kurz nach Release (Devil May Cry 5, Kingdom Hearts 3)

2 neue Spiele (Spider-Man/God of War/Detroit/Shadow of the Tomb Raider/Assassin’s Creed Odyssey) im aktuellen PSN/Steam-Wintersale

Fast 4 PlayStation Classics im Sale (Uncharted 4/Uncharted Trilogy/Last of Us Remastered/Ratchet & Clank/Bloodborne und und und)

Oder aber 3 Pets, 3 Mounts und 3 Helme, wovon man ohnehin immer nur eins gleichzeitig verwenden kann (abgesehen von Pet Battles). Keine tollen, atmosphärischen Spielmomente, keine ausgereifte, abgeschlossene Story, nein nur ein paar Gegenstände für digitale Listen, auf die man auch nur Zugriff bekommt, insofern man monatlich für WoW durch Euro oder einen Haufen Gold löhnt.

Fazit

Der Deal wirkt noch schlechter als das diesjährige Blizzcon-Ticket, das 10 Euro teurer wurde. Auch den Blizzcon-Goodie-Bag scheint kaum jemanden interessiert zu haben, wurde dieser doch im Black-Friday-Sale verramscht. Klar, durch zeitlich begrenzte Angebote und Zugriff auf Inhalte, die verschwinden, erreicht man die Leute, doch handelt es sich hier nur um Kram, den ohnehin niemand wollte. Ansonsten gäbe es verschiedene Bundles, wo etwa auch Lil Ragnaros als Pet und irgendeins der cooler aussehenden Mounts enthalten wäre.

Doch auch die dauerhaften Bundles kann Blizzard nicht gescheit reduzieren. Kostet ein vorgegebenes Pet und Mount einzeln 35 Euro, im vorgegebenen Bundle 30, wird der Preis im Wintersale auf 17,50 Euro reduziert, was aber auch den Sale-Einzelpreisen entspricht.

Da vor kurzem auch ein Piratenschiff als Mount angeboten wurde, das es zeitlich begrenzt nur in Zusammenhang mit 6 Monaten WoW, also 66 Euro, gab und dieses 2019 regulär erhältlich sein soll, wird es wohl im nächsten Jahr einige Umstellungen im Shop geben. Doch erinnert auch dieses Piratenschiff-Bundle an die aktuelle Situation in WoW.

Die Lage in WoW

Nach dem Release und dem Durchquesten der Zonen blieb die Vorfreude auf die Kriegsfront und den neuen Raid. Doch einmal dort durch, ging bei mir die Motivation flöten.

Höhere Schwierigkeitsgrade? Wofür? Loot, der in ein paar Monaten überholt ist? Nö.

Jetzt ist endlich 8.1 draußen, doch der Raid kommt erst irgendwann im Januar. Bis er komplett freigeschaltet ist dauert es bis Februar und fehlerfrei läuft dann vielleicht alles im März. Spieler, wie ich, die sich nur für die Handlung interessieren, müssen also vor April gar nicht erst hineinschauen. Das Piratenschiff-Bundle war ein Lockversuch, sich dennoch 6 Monate an ein Spiel zu binden, das in der Zeit nichts Neues bieten wird.

Das gab es schonmal, hat damals aber besser funktioniert. 12 Monate WoW für ein Mount, das seitdem wirklich exklusiv war: Tyraels Charger, und eine digitale Version vom damals neu erscheinenden Diablo III. Super Sache, habe ich gemacht, war zwar dennoch etwas langatmig in der Zeit im Spiel, aber es fühlte sich damals okay an. Die aktuellen Bundles von Blizzard entsprechen meinem Bauchgefühl aber eher dem Gegenteil: Geldmacherei auf Druck von Activision.

Finales Fazit

Das sieht man gerade an allen Ecken und Enden. Auf Kosten von Qualität wird nur auf das schnelle Geld gesetzt:

Hearthstone – 3 Expansions/Jahr dafür immer schlechtere Solo-Adventures

Heroes of the Storm – World Championship 2019 gecanceled

Diablo – Mobile Micro Transactions Geldfalle – Immortal

Warcraft – siehe oben

Overwatch – ist nur eine Vermutung, aber wer kauft sich schon Skins für einen Ego-Shooter, wo man selbst am wenigsten davon hat? Speziell diese häßlichen Teamskins??? Permanente Singleplayerinhalte wären eher was feines in dem Spiel.

Starcraft – scheint in Ordnung zu sein, auch wenn ich kein Fan vom Remaster des Erstlings bin, mal sehen wie Warcraft 3 Reforged umgesetzt wird.

 

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HS: My Warrior vs. the Lich King

Ich hatte zwar erst erwartet, dass es mit dem Krieger nicht so leicht wird, aber dann ging es doch relativ flott. Zu Beginn gibt sich Arthas zusätzliche 100 Rüstung, wodurch man also 160 Schaden machen muss.

Der Trick dabei ist, in Runde 7 Brawl zu spielen, damit er nur noch einen Minion auf dem Feld hat und jede Runde mit Frostmourne angreifen kann. Nun werden in Runde 10 Kel’thuzad und Public Defender gespielt. Da Arthas weiß, dass Public Defender jede Runde wiederbelebt wird, tötet er ihn nicht. Andere Spells spielt er auch nicht, solange eine der Seelen aktiv ist.

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Also habt ihr schön Zeit, eure Seite des Feldes zu stärken. Das geht zum Beispiel mit den Twilight Eldern, die jede Runde C’Thun puschen, Ysera, um gute Karten zu sammeln oder auch Chromaggus sowie Dead Man’s Hand, um einige Karten doppelt zu bekommen bzw. Doomcaller, um etwa C’Thun wiederzubeleben.

Nachdem die letzte Seele vom Board gefegt wird, setzt Arthas höchstwahrscheinlich Obliterate oder eine Freeze Shatter Combo auf Kel’thuzad an, wodurch ihr noch einige Taunts in der Hinterhand haben solltet. Primordial Drake hilft ebenfalls, um seine nervigen Minions auszuschalten. Ansonsten nutzt einfach alle starken Karten in eurem Besitz und fleißig Armor Up!

HS: My Priest vs. the Lich King

Netterweise hat jegliches Priestdeck keine Nachteile gegen Arthas. Daher griff ich einfach zu meinem Cthun-Deck und fügte ein Shadowword: Horror und 2 Silence hinzu. Cthun war nach Runde 7 schon auf 25. Arthas nutzte Obliterate und fügte sich nach dem starken Battlecry erneut 25 Schaden hinzu.

Dank des Doomcallers kam Cthun flott wieder ins Deck, wurde zu Stärke 30 gezüchtet und erneut gespielt, um das Spiel zu entscheiden 🙂

HS: My Hunter vs. the Lich King

Mit dem Hunterdeck ging es relativ leicht.

Zu Beginn erhält man 2 Schaden pro Minion im Deck, was aber nicht weiter schlimm ist und mal wieder gewisse Vorteile mit sich bringt, wie etwa Molten Giants, die sich sehr früh spielen lassen und als 8/8er ab Runde 2 oder 3 schon gut austeilen.

Extra für das Deck habe ich mir neben den Molten Giants auch die wesentlich günstigeren Stitched Tracker gebastelt, um etwa weitere Molten Giants, Scavenging Hyenas oder Vicious Fledglings zu generieren. Crackling Razormaw hilft, um etwa früh Windfury oder Spell Immunity zu bekommen, damit die starken Minions nicht durch Obliterate vernichtet werden. Hunters Mark und Kill Command sind besonders bei den Taunt-Abominations praktisch.

Auch die Fallen können helfen, etwa, um Schaden abzuhalten – Freezing Trap – oder um die Hyena zu stärken – Bear Trap. Tracking hilft außerdem auf der Suche nach der richtigen Karte, auch wenn ich sonst kein Fan davon bin, aus einer von drei Karten zu wählen und für den Rest des Spiels keinen Zugriff mehr auf die anderen beiden zu haben.

HS: My Rogue vs. the Lich King

Sodele, nun auch mit meinem Rogue-Deck besiegt. Es braucht einige Restarts, um die richtigen Karten zu Beginn auf der Hand zu haben. Wichtig ist dabei die Counterfeit Coin und entweder Mechwarper, um direkt günstige weitere Mechs zu spielen oder Viscious Fledling, wobei dieser beide Counterfeit Coins braucht, um in Runde 1 gespielt zu werden.

Der Clou an der Sache ist nämlich, dass Arthas ab seiner ersten Runde alle Spells im gegnerischen Deck vernichtet. Daher hat man nur in Runde 1 Chance, Spells zu spielen. Die zusätzlichen Spells sind nur dazu da, um schneller an die gewünschten Karten zu kommen, ähnlich dem Druidendeck von gestern.

Die Iron Senseis können geschützt durch Taunts auch sehr stark werden, vor allem wenn sie die Flying Machine immer weiter aufpumpen. Windfury ole 🙂

HS: My Warlock vs. the Lich King

Nachdem ich es mit diversen Abwandlungen des Reno-Decks oder auch mit der Questkarte probiert habe und es nie wirklich was wurde, griff ich mal auf die guten alten Murlocs zurück und hatte mit zwei Murloc Tidcallers, einem Murloc Warleader sowie dem Gentle Megasaur für Windfury wesentlich schneller, wesentlich bessere Karten.

Vergesst also die langen umständlichen Decks, die teils etliche hochpreisige Karten enthalten und rusht Arthas lieber mit den Murlocs…..3 to go