Meine Top-11-Games für das Jahr 2020

Okay, im Grunde müsste es eine Top-10-Liste sein, aber ich konnte mich einfach nicht entscheiden. Zudem ist es keine reguläre Liste der meiner Meinung nach besten Spiele, die 2020 erschienen sind, sondern viel mehr eine Liste der besten Spiele, die ich 2020 durchgespielt habe. Weiter unten sind dann noch die restlichen Spiele aufgeführt, die ich gespielt habe, um ein Gefühl dafür zu vermitteln, welche Auswahl ich hatte. Ob ein Spiel nun auf Platz 7, 9 oder 5 landet, ist übrigens egal. Die ausgewählten Titel sind teilweise so unterschiedlich, dass eine genaue Rangliste kaum möglich ist. Sicher bin ich mir bei den Top 3 und bei Platz 11 sowie bei dem einen oder anderen Punkt, wenn es dabei steht, wieso. Aber genug Vorwort, los geht’s:

11. DMC Devil May Cry Definitive Edition (PS4)

Auch wenn mich die ersten Trailer mit einem rauchenden jungen Dante abschreckten, änderte Ninja Theory hier den Kurs und brachte ein Spiel heraus, das Serienveteranen möglicherweise nicht so sehr gefiel, als eigenständies Werk jedoch einen unverwechselbaren Artstil, eine interessante Handlung, ein super Kampfsystem und hohen Wiederspielwert brachte. Nach dem ersten Durchspielen auf der PS3, dann nochmal auf dem PC, war es nun an der Zeit die aufgehübschte Version auf der PS4 erneut zu spielen und zu genießen.

10. Star Fox Zero (Wii U)

Star Fox Zero hat mir gezeigt, dass es nicht so wichtig ist, auf den Medien-Shitstorm zu hören, sondern mir lieber selbst eine Meinung zu bilden. Auch wenn ich den finalen Kampf absolut stressig finde, hat mich der Großteil des Spiels echt begeistert. Vor allem die Flexibilität durch verschiedene Fahrzeuge war auch mit der Doppelbildschirm-Steuerung nicht so schlimm wie angepriesen. Ein besonderes Highlight war für mich das Level, in dem man super schnell auf den letzten Planeten zurast.

9. Spyro the Dragon (PS4)

Ich hab die Spyro-Trilogie zusammen mit der Crash-Trilogie erworben, jedoch gefallen mir die wesentlich einfacherern Spyro-Games um einiges besser. Das schöne Aufsammeln vieler glitzernder Steine und das unkomplizierte Besiegen diverser Gegner in kunterbunten Welten ist einfach entspannend und schön.

8. Call of Duty World War II (PS4)

Ich erwartete ein typisches Call of Duty wie in der Modern Warfare Reihe und wurde dermaßen positiv überrascht, dass ich nun wieder mehr Lust auf neurere Teile der Reihe bekommen hab. World War II hat so viel Handlung, die interessant verpackt ist und auch mal eine Undercover-Mission sowie die übliche Abwechslung, die zur gewinnbringenden Formel gehört. Ich habe dabei aber nur die Kampagne gespielt. Der Multiplayer interessiert mich nicht.

7. Darksiders Genesis (PC)

Ein witziger kurzweiliger Shooter/Schnetzler aus der Vogelperspektive mit tollen Dialogen dank Liam O’Briens (War) und Troy Bakers (Strife) Stimmen. Es macht mir auch viel Lust auf den dritten Teil, den ich noch nicht gespielt habe bzw. die Remaster-Versionen der ersten beiden Teile.

6. Dishonored 2 (PC)

Es gibt einige coole Level, wenn man jedoch alles abgrast, um alle Items zu sammeln, verliert es etwas seines Charmes. Dennoch reizt es sehr, das Spiel erneut ohne Kräfte bzw. mit der anderen Person durchzuspielen und so auf unterschiedliche Weise ans Ende zu kommen. Definitiv eine schöne Ergänzung zum Erstling.

5. Concrete Genie (PS4)

Welch tolle Überraschung Concrete Genie war und wie sehr ich es genossen habe, die Wände in dieser übersichtlichen Spielwelt voll mit bunten animierten Gestalten zu schmücken, die stets noch da sind, wenn man später an bereits besuchte Orte zurückkehrt.

4. Spyro 2: Ripto’s Rage (PS4)

Spyro 1 gefiel mir schon gut, aber der zweite Teil machte vieles noch besser und war insgesamt angenehmer zu spielen. Ein verdienter Platz 4.

3. Yooka Laylee and the Impossible Lair (PC)

Ich liebe die Banjo-Kazooie und Banjo-Tooie Spiele von Rare auf dem Nintendo 64. Daher musste ich nicht lange überlegen, als sich ehemalige Rare-Mitarbeiter für Yooka-Laylee zusammenfanden und auf Kickstarter um finanzielle Unterstützung baten. Umso überraschender war dann die plötzliche Veröffentlichung eines weiteren Spiels: Yooka-Laylee and the Impossible Lair für mich. Statt wie im Vorgänger durch 3D-Landschaften zu stapfen, wurde für den indirekten Nachfolger entschieden, man macht einen Sidescroller daraus. Dieser büßt aber nichts vom Charme des Erstlings ein, lädt zum Erkunden ein, glänzt mit einem frechen Humor und begeistert mit fantastischer Musik (Danke Grant Kirkhope, David Wise & Matt Griffin für die Arbeit an allen erwähnten Spielen).

Der titelgebende Impossible Lair (ein sehr langes Level mit mehreren Bosskämpfen) ist zwar wirklich knackig, wenn man ihn in der schwereren Version probiert, aber ansonsten begrüße ich das System das Spiel von Anfang an direkt durchspielen zu können, wenn man denn das Talent oder Durchhaltevermögen hat. Ansonsten erkundet man ganz normal die Welt, erlebt jedes Level auf zwei unterschiedliche Varianten und ergattert einen Haufen Bienen, wovon jede Yooka-Laylee vor genau einem Treffer schützt. Ein Titel, den man auch gerne öfters spielen kann, auch wenn ich davon absehen werde, den Impossible Lair niemals wieder in der schweren Variante probieren werde.

2. Kingdom Hearts III (PS4)

Alles fing auf der PlayStation 2 an mit Teil I und II. Wenn man dann nicht gut aufgepasst, auf welchen Plattformen die Handlung rund um Sora, Donald und Goofy sowie etliche andere Charaktere weitergeht, musste man doch lange warten, bis schließlich Kingdom Hearts III für die PlayStation 4 erschien. So bediente Square Enix den GameBoy Advance, den Nintendo 3DS und Smartphones mit Ablegern, die zum Teil schon von Nöten sind, um Teil II vollends zu verstehen. Umso komplexer sind damit die Anforderungen, einen dritten Teil zu verstehen und auch damit hört es nicht auf, wie zwei weitere Veröffentlichungen für Konsole und Smartphone seitdem zeigen. Aber zum Spiel:

Es ist erstmal schade, dass Sora sich nicht mehr in diverse Formen verwandeln kann, sondern viel mehr seine Keyblades transformieren lässt. Das ist zwar auch ganz nett, passiert mit der Zeit aber sehr häufig. Zudem erhält Sora noch Shotlock (bekannt aus Birth by Sleep), Zauberkommandos für -ga Zauber und die Chance auf beschworene Attraktionen, bei denen er auch noch unverwundbar wird. Achja reguläre Beschwörungen sind auch weiterhin mit von der Partie. Diese ganze Palette an Fähigkeiten machen das reguläre Spiel ohne DLC doch sehr einfach. Das stört erstmal nicht, können dafür die Gummischiffschlachten umso härter und unverzeihender sein. Kingdom Hearts III war lange erwartet, ein gebührendes Wiedersehen mit Charakteren aus meiner Jugend und zum Glück noch kein Finale, wie die Zeit zeigt. Gerne mehr davon Square, denn das Kampfsystem macht auch mit einer Überladung an Extrakommandos weiterhin einen Heidenspaß und sieht mit der aktuellen Grafikpower herrlich aus.

Das Spiel brachte mich außerdem dazu einige Disney-Filme nachzuholen, die ich zwischenzeitlich nicht gesehen habe. Eine multimediale Erfahrung, die sich besonders lohnt, wenn man die Zeit und das Verständnis für die komplexe Handlung mitbringt.

1. The Last of Us Part II (PS4)

Von den einen gehasst, von den anderen geliebt, finde ich auch nicht jeden Aspekt von The Last of Us Part II gut, doch wer den Prolog vom Vorgänger gespielt hat und danach noch Lust hatte, weiterzuspielen, hat eine ungefähre Ahnung, was einen im zweiten Teil erwarten wird. Es wird in keinerlei Hinsicht leichter zu ertragen, was man in diesem Spiel erlebt.

Ich schwitzte, fror, überlegte vor Angst, ob ich weiterspielen soll, konnte vor Spannung den Controller nicht aus der Hand legen, zitterte vor Aufregung darüber, ob noch Hoffnung besteht, oder ob es das nun war. Zudem dachte ich mehr als einmal, dass das Spiel zu Ende ist und es ging immer noch weiter und weiter. Diese über 30 Stunden Spielzeit waren dermaßen mitreißend, dass ich mir bei keinem Titel auf dieser Liste so sicher bin, auf welcher Position er stehen sollte, wie bei Platz 1.

Noch einmal mit einer wehrhafteren Ellie loszuziehen in einer noch schöneren Welt, während der Lüfter der PS4 auf Anschlag läuft, ist einfach toll. Die offenen Gebiete mit Erkundungsdrang überzeugen ebenso wie die beklemmenden Situationen gegen eine Überzahl an Feinden, sich kaum bewegende Infizierte oder mein persönlicher Nemesis: Hunde.

Glücklicherweise wurde auch der Schwierigkeitsgrad der Trophies angepasst, wodurch Platin wesentlich zugänglicher ist, als im Vorgänger. Wer es dennoch schwerer mag, kann Perma-Death oder andere hohe Schwierigkeitsgrade hinzuschalten. Einen riesen Pluspunkt macht der zweite Teil zudem bei den Einstellungen, um das Spiel für verschiedene Personen mit Handicaps zugänglicher zu machen. Diese Möglichkeiten sind sogar so gut, dass selbst ein Blinder das Spiel erleben konnte, wie ich vor ein paar Wochen erfahren habe.

The Last of Us Part II ist eine rundum gelungene Erfahrung, die weh tut, aber zu einem spannenden Erlebnis einlädt, das man so schnell nicht vergessen kann. Naughty Dog, wie man das Studio kennt und liebt.

Honorable Mention: Horizon Zero Dawn + DLC Frozen Wilds

Ebenfalls gespielt habe ich Horizon Zero Dawn mitsamt des DLCs Frozen Wilds. Es ist ein rundum gutes Spiel, wie ich von den Killzone-Schöpfern Guerilla Games erwartet habe. Selbst die Nebenmissionen machen hier größtenteils Spaß. Leider verkommt es am Ende eben auch dazu, dass man sich nur zwischen bereits erkundeten Orten hin- und herteleportiert oder die Challenges auf einer leichteren Schwierigkeitsstufe erledigt, weil es sonst unnötig munitionsintensiv wird, etwa Bären in kurzer Zeit auszuschalten. Ebenso lohnt sich ein Großteil der Rüstung fast nie und wieso lassen sich nicht alle Waffen zeitgleich im Waffenrad einrichten, wie etwa bei Ratchet and Clank? Wie gesagt, die Handlung war interessant, das upgraden machte Spaß, aber es blieb nunmal nicht so gut in Erinnerung, wie irgendein anderes Spiel von dieser Liste. Da ich hier auch die Platin geholt und es damit sehr intensiv gespielt habe, fehlt mir jeder Drang es erneut zu spielen oder gar Vorfreude für Teil 2 zu empfinden.

Außerdem gespielt bzw. in einigen Fällen auch per YouTube durchgeschaut, habe ich:

  • New Super Mario Bros. 2
  • Uncharted 2 (PS4)
  • Alan Wake’s: American Nightmare
  • Back to Bed
  • The Stanley Parable
  • Renoir (YT)
  • The last Tinker: City of Colors (YT)
  • Crash Bandicoot
  • Call of Duty: Modern Warfare 3
  • Sky: Children of the Light
  • Inside
  • Close to the Sun
  • Oxenfree (YT)
  • Crash Bandicoot 2: Cortex Strikes Back
  • Bridge Constructor
  • Into the Breach
  • Rolling Sun
  • Dark Pictures Anthology: Man of Medan (YT)
  • Resident Evil 3 (YT)
  • Telling Lies (YT)
  • Little Nightmares
  • Layers of Fear 2
  • Diverse Hearthstone-Adventures und viel Final Fantasy Record Keeper & Mario Kart Tour

Kurze Serien-Reviews: Mandalorian S2, Lupin und Alice in Borderland

Mandalorian auf Disney+ baute auf dem hohen Niveau der ersten Staffel gekonnt auf, faszinierte mit zahlreichen Überraschungen und bringt rundum exzellente Star Wars Unterhaltung. Die Serie kann ich daher uneingeschränkt empfehlen. Von der Musik, über die Stimmung, Special Effects bis hin zur Story ist alles sehr stimmig.

Copyright: Netflix

Lupin auf Netflix erinnerte mich erstmal an den irrwitzigen Anime Lupin the Third, jedoch lehnt sich diese Realverfilmung (oder Realverserie-ung?) eher an der Buchvorlage an und nicht auf dem Anime. Omar Sy begeistert mit Oceans-trächtigen Raubzügen, verfällt aber rasch in eine nicht so komische sehr ernste Geschichte. Mal sehen, wie es weitergeht, wenn mehr Folgen kommen.

Copyright: Netflix

Alice in Borderland auf Netflix begeistert mit interessanten Kamerafahrten durch Tokyo, wandert dann aber in ein perfides Spiel um Leben und Tod ab, das nichts für zart besaitete ist. Dennoch reizen die überraschenden Wendungen und die stets interessanten Regeln der neuen Spiele, denen sich die Teilnehmer nicht entziehen können.

P.S.: Da die Figuren in Lupin wie auch in Alice in Borderland an mancher Stelle PlayStation 4 spielen, sind mir da einige Unterschiede aufgefallen. Arisu spielt glaube ich Call of Duty zu Beginn und es sieht alles überzeugend in Szene gesetzt aus. Anders ist die Lage jedoch bei Lupin. Gleich in der ersten Folge spielt jemand ein Rennspiel mit einem PlayStation 4 Controller in der Hand. Jedoch ist in der Szene das Licht des Controllers ausgeschaltet. Meines Wissens lässt sich dies jedoch allein mit den Einstellungen nur auf Schwach stellen, nicht komplett deaktivieren. Vermutlich wurde die Szene mehrmals gedreht und der Controller hat sich in dieser Zeit selbst abgeschaltet.

In einer späteren Folge spielt Omar Sy mit seinem Sohn zusammen PlayStation. Jeder hat einen Controller in der Hand und beide leuchten. Jedoch wird hier mehrmals gezeigt, was sie zu zweit spielen und dann auch noch darüber kommentieren, dass der eine den anderen besiegt hätte oder sowas in der Art. Der Titel ist Horizon: Zero Dawn, ein reines Singleplayer-Spiel. Schade, dass solche Patzer passieren. Man hätte die Szenen auch drehen können, ohne ein entsprechendes Spiel zu zeigen. Schließlich porträtiert Lupin einen Meisterdieb, dem im Grunde keine Fehler unterlaufen und dann passieren dem Drehteam solche Patzer. Schade.

Ein Animationsfilm für Erwachsene: Disney Pixars „Soul“ auf Disney+

Vor kurzem veröffentlichte Disney den neuen Pixar-Animationsfilm „Soul“ auf dem hauseigenen Streaming-Service Disney+ und es zeigt sich: „Soul“ ist durchaus ein Film für Erwachsene.

Natürlich kann der Film auch von Kindern gesehen werden, da es einige typisch ulkige Momente gibt, wenn die Protagonisten etwa die Rollen tauschen. Sprechende animierte Katzen werden wohl nie langweilig.

Die hauptsächlichen Gründe dafür, wieso es sich bei „Soul“ um einen Film für Erwachsene handelt ist einmal der im Alter fortgeschrittene Protagonist Joe Gardner, das allgemeine Hauptthema rund um den Tod sowie die Frage, wie und womit die Menschen ihre Zeit auf Erden verbringen wollen bzw. sollten.

All das kann für Kinder harter Tobak sein, wird für Erwachsene dafür ansprechend präsentiert, ohne dabei trübselig zu werden. Joe lernt somit, dass es sinnvoll sein kann, auch abseits des Alltags Träumen hinterher zu jagen. Einmal erreicht müssen diese aber gar nicht so erfüllend für ihn sein, wie zunächst angenommen. Viel mehr lernt er durch diese Abwechslung seinen Alltag mehr zu schätzen.

Beide Bilder: ©2020 Disney/Pixar.

Eine andere kurz gezeigte Person hinterfragt dagegen plötzlich seinen Alltag und wirft quasi von jetzt auf gleich alles hin, da er merkt, dass ihm seine Arbeit überhaupt keinen Spaß macht und er seine Zeit lieber anders nutzen möchte.

Dass die Figuren im Film abseits der Erde zum Großteil Seelen, abstrakte Gestalten und von schlechten Gefühlen zerfressene dunkle Gestalten sind, macht den Film nicht wirklich kindlicher.

Alles in allem ist „Soul“ aber ein sehenswerter Film für ein erwachsenes Publikum, um Motivation für den Alltag und Kraft für die Verwirklichung neuer Ideen zu gewinnen.

WoW Shadowlands: Shadows Rising

Es sind noch etwa zwei Wochen, bis tatsächlich das neue WoW-Addon Shadowlands erscheint und die Tätigkeiten im Prepatch-Event scheinen überschaubar zu sein. Also eigentlich der perfekte Zeitpunkt, um sich etwas ergänzende Story aus Madeleine Roux neuem Buch Shadowlands zu holen, das nach diesem Cinematic zum Ende der War Campaign von Battle for Azeroth und vor dem Prepatch spielt:

Horde und Allianz suchen ganz Azeroth nach Hinweisen ab, um Sylvanas zu finden. So sind etwa Turalyon und Aleria in den Östlichen Königreichen unterwegs, während die Horde versucht, mit der neuen einigermaßen demokratischen Führungsform eines Rates zurecht zu finden. Das gerät spätestens dann aus dem Ruder, als auf Prinzessin, öhm Königin (da war ja was in Patch 8.1) Talanji ein Attentat verübt wird, das von Zekhan verhindert wird.

Talanji sinnt noch immer nach Rache an Jaina Proudmoore für den Tod ihres Vaters. Aber auch Tyrande und Malfurion wollen Gerechtigkeit für Sylvanas Taten im BFA-Prepatch rund um Teldrassil und die Banshee-Königin ausgeliefert bekommen.

Außerdem braut sich noch ein Sturm um Zandalar auf, der kaum Schiffe rein- oder raus passieren lässt. Doch dieser hat keinen natürlichen Ursprung, sondern ist von einer Kindheitsfreundin Talanjis heraufbeschworen worden, um Talanji und damit auch den Loa of Death/Graves bzw. neuerdings auch Loa of Kings, Bwonsamdi zu stürzen. Ihrer Meinung nach soll Bwonsamdi nicht von einer Königin als Loa gewählt werden. Doch der mächtige Trollgott ist vielleicht gar nicht so böse, wie man durch die bisherigen Cutscenes erahnen könnte. Schließlich ist er einer von drei Eckpfeilern in Azeroth, die über die Seelen Verstorbener wachen.

Auch Sylvanas Dark Rangers und ihr Liebster Nathanos Blightcaller zerstören systematisch Bwonsamdis Schreine und Anhänger, um den Loa zu vernichten und Sylvanas übergeordneten Plan für Shadowlands zu bestärken.

Zu allem Überfluss mischt sich auch noch Meisterspion Mathias Shaw trotz Waffenstillstand ein, nachdem er eine interessante Schiffsfahrt mit dem permanent betrunkenen Captain Flynn Fairwind hinter sich hat. Hochkönig der Allianz, Anduin Wrynn, ist es natürlich am liebsten, seinen Meisterspion in einem Stück von Zandalar wieder zu bekommen, während aber auch alle anderen Fronten berücksichtigt werden müssen.

Shadows Rising gliedert sich gut in die alle zwei Jahre erscheinenden Bücher ein, die die neuen Addons einläuten, wirkt insgesamt aber etwas schwächer als noch Before the Storm für Battle for Azeroth oder Illidan für Legion. Vielleicht liegt dies auch daran, dass ich einfach keinen großen Bezug zu Trollen als spielbare Rasse habe und lediglich Vol’jin sowie Bwonsamdi interessant finde. Der Konflikt zwischen den Verstorbenen Menschen aus Lordaeron sowie deren lebenden Hinterbliebenen in Stormwind packte mich einfach mehr, da es doch schon damals so schien, als könnte es – nicht zuletzt durch Calia Menethil, Arthas Schwester – einen Waffenstillstand zwischen Horde und Allianz geben. Dieser wurde durch Sylvanas Agenda aber vorerst zunichte gemacht und nach Battle for Azeroth umso mehr bestärkt.

Für mich persönlich geht natürlich erstmal nichts über eine Geschichte, die meinen Lieblingscharakter, Illidan, nicht nur im Titel trägt, sondern sich rundum mit ihm befasst. Shadows Rising ist aber definitiv lesenswert und auch wenn viele Geschichtsstränge am Ende in etwa wieder so sind, wie vorher und es für den Spieler keinen Unterschied macht, so lässt sich durch die Szenen mit Mathias Shaw und Flynn Fairwind doch eher verstehen, wieso es bald noch ein weiteres Buch rund um diese zwei Figuren geben wird: World of Warcraft: Exploring Azeroth: The Eastern Kingdoms.

Auch Nathanos Rolle als Weltboss im Prepatch-Event wird im Buch zumindest angeschnitten und etwas erklärt. Madeleine Roux Schreibstil steht dem der anderen Autoren der Warcraft-Bücher auch in nichts nach, hat sie doch schon mit dem dritten Teil der Traveler-Trilogie, The Shining Blade, erste Erfahrungen im Warcraft-Universum gesammelt.

Für knapp 10 Euro (auf Englisch) kann man mit dem Buch als Einstimmung für Shadowlands also nichts falsch machen.

Achja, auch wenn es mir im Spiel auf Hordenseite nicht bewusst aufgefallen ist, so hat sich nach dem oben verlinkten Cinematic auch Sylvanas-Sympathisant Tradeprince Gallywix aus dem Staub gemacht. Stattdessen nimmt nun Gazlowe seinen Posten als Anführer und Sprecher der Hordengoblins ein.

World of Warcraft – Headless Horseman’s Hearthstone

Der coole Hearthstone mit der brennenden Animation wurde zwar schon vor einigen Jahren dem Spiel hinzugefügt, doch habe ich in den vergangenen Jahren nie während Hallow’s End gespielt, um ihn auch zu bekommen. Dank des Shadowlands-Level Squishes und dem weiterhin bestehenden Maximallevel von 20 für Free Trial Accounts hatte ich aber gerade jetzt mal Lust mit meinem wieder frei spielbaren Goblinjäger die notwendigen 150 Tricky Treats zu sammeln, um den Hearthstone zu erwerben.

Zwar wäre es mit einem Level 50-Char und Fliegen schneller gegangen, doch war es auch eine schöne Erfahrung die alten Gebiete von Kalimdor und den Eastern Kingdoms mit einem langsamen Mount zu erkunden. Es ist wirklich erstaunlich, wie leer die Landschaften zu Classic-Zeiten noch aussahen und wie viele Gräser, die alle mitwippen, wenn man durch sie durch läuft, nun die Landschaft füllen.

Diese Entschleunigung ließ mich auch die alte und schon lange durchgespielte Welt wertschätzen, über die man heutzutage im Grunde nur noch drüberfliegt und währenddessen seinen Blick auf einen anderen Bildschirm oder den Desktop schweifen lässt.

Insgesamt kann ich es also nur empfehlen, wenn man sich aktuell keine Spielzeit leisten möchte, aber gerne das eine oder andere Item aus einem Event haben möchte, einfach das jeweilige Event mit einem neuen Charakter zu spielen. Alte Flugpunkte zu sammeln hat auch etwas Nostalgisches und man entdeckt einige Arten weite Strecken zu überbrücken, die man vorher nicht kannte – speziell wenn man sonst Allianz spielt und plötzlich Horde.

One Piece Cooking – Gulasch auf Strohhut-Art

Da ich dieses tolle Kochbuch „Sanjis leckere Piratenrezepte“ voll mit Rezepten für Speisen aus dem Anime bzw. Manga One Piece geschenkt bekommen habe, musste ich es doch gleich mal ausprobieren.

Als erste Speise fiel die Wahl auf das Stew vom heißen Stein beim Strandcamp. Nur ohne Strandcamp und einem Herd statt dem Stein. Man kann es also auch als Nahrhaftes Porkstew ohne Mehlschwitze bezeichnen oder grob als Gulasch.

Statt dem Schweinefleisch nutzte ich feines Rinderfleisch und anstatt der Hühnerbrühe einfach Gemüsebrühe. Zudem werden 5 EL Ketchup empfohlen, was definitiv die Farbe verändert hätte, doch wollte ich es nicht ganz so süß haben. Die Rosinen fügte ich nachträglich hinzu anstatt sie mitzukochen, was dem Ganzen noch etwas knackiges verlieh. Auch die angegebene Köchelzeit von insgesamt 60 Minuten empfand ich als etwas zu viel.

Dazu gab es einmal Eierknöpfle und für den Rest noch etwas Reis, wobei die Eierknöpfle oder irgendwas in Richtung Spätzle besser schmecken.

Ich bin gespannt, was ich als nächstes ausprobiere. Dieses Essen hat allen zumindest schonmal geschmeckt 😁 Kann man ohne großen Aufwand auch gerne nochmal machen. Das Buch ist übrigens voll mit vielen tollen Illustrationen aus etlichen Jahren One Piece. So gibt es auch den Hinweis, dass dieses Essen der Crew auf der Himmelsinsel serviert wurde.

Urlaub an der Nordsee – Husum – Simonsberg

Mein vergangener Urlaub führte mich nach vielen Jahren wieder an die windige Nordsee. Wir entschieden uns für eine Ferienwohnung in Simonsberg mit großem Garten, ausreichend Schlafräumen für viele Personen, einer geräumigen Küche sowie zwei Bädern und einem Wohnzimmer. Auch die vier Parkplätze und das hölzerne und für diese Region typische MOIN bei den Parkplätzen rundeten den Gesamteindruck positiv ab.

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Ferienwohnung in Simonsberg

Auffällig war auch die große Anzahl an Schafen, die fast überall stehen und auf den Deichen gerne mal näher kommen. Spätestens auf den Deichen fällt aber eins auf: Nur weil draußen T-Shirt-Wetter ist, kann man durch den starken Wind dort gerne mal Pullover, Jacke und Mütze brauchen, um sich keine Erkältung einzufangen. So ist man zwar immer sehr bepackt, was Extrakleidung angeht, aber lieber so, als im Urlaub krank zu werden bzw. krank aus diesem wiederzukommen. Simonsberg lädt mit seinen kleinen Häuschen und schicken Vorgärten zudem zum Spazierengehen ein. Ein echtes Idyll mit Meernähe, ohne dabei von Touristen überlaufen zu sein.

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Im Folgenden könnten Bilder von St. Peter-Ording sein, doch habe ich einfach keine gemacht. Daher hier noch ein Bild der Unterkunft.

Gummibärchen in St. Peter-Ording

St. Peter-Ording ist wohl mit einer der bekanntesten Nordsee-Orte und dementsprechend tummeln sich in diesem Ort auch etliche Touristen in und um Souvenirshops, Restaurants und Eisdielen. Freudig gingen wir dort in ein Gummibärengeschäft, die zahlreiche interessante Geschmacksrichtungen anbieten und diese zum Verkosten auch den stöbernden Kunden reihum anbieten. Wer Gummibärchen mag, kommt aus diesem Geschäft wohl kaum ohne mindestens eine Tüte einer speziellen Geschmacksrichtung heraus. Selbst Gummibären für Tee gibt es dort!

Weniger positiv empfand ich die 3 Euro Gebühr pro Erwachsenem, um mal zum Strand von St. Peter-Ording laufen zu dürfen. Wenn man sich den ganzen Tag dort aufhält und auch vor hat, einen Strandkorb zu mieten, mögen die 3 Euro wenig ins Gewicht fallen, doch nur um mal die Strecke bis zum Strand zu laufen und sich diesen anzusehen, nein danke. Da wäre es schlauer, die Gebühr auf die Preise der umliegenden Hotels umzulegen, anstatt mit so einer Paywall kurzangebundenen Touristen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ich meine, es ist ein Strand. Was anderes als meine besuchten Strände in der Türkei, den griechischen Inseln, den Kanaren, Hawaii, Spanien oder den Niederlanden wird es da vermutlich auch nicht geben. Zumindest lässt eine fixe Google-Bilder-Suche nichts dergleichen vermuten. Eine bessere Idee ist es daher den Touri-Rummel in St. Peter-Ording zu meiden und stattdessen für den Strand nach Westerhever und fürs Einkaufen nach Husum zu fahren.

 

Strand und Leuchtturm in Westerhever

Auch in Westerhever muss man ein ganzes Stück zum ewig langen Strand laufen, doch dafür gibt es dort keine Paywall und man kann einfach so zum Strand. Das Leuchtturmgelände war aufgrund von Corona zwar gesperrt, doch konnte man sich diesen mit etwas Abstand auch so ansehen. Bis zum Wasser gingen wir nicht, suchten uns stattdessen eine kleine Pfütze, um ein wenig Nordsee an den Füßen zu spüren. Den Weg zurück zum Parkplatz barfuß zu laufen, war auch sehr angenehm. So ging der ganze Sand gleich ab.

 

Shoppen in Husum

Mit einigen Parkplätzen im Freien oder aber im Einkaufszentrum Theo kann man in der beschaulichen Stadt einige schöne Stunden verbringen. Ein noch größerer Markt als in Friedrichstadt, zahlreiche Geschäfte, der Hafen, Souvenirshops und Restaurants locken in diese Stadt, die meines Erachtens auch schöner ist als St. Peter-Ording. So sind wir binnen einer Woche bestimmt fünf Mal nach Husum gefahren, um immer wieder eine andere Ecke zu entdecken oder auch gerne mehrere Male in das eine oder andere Lädchen zu gehen. Darunter fällt etwa der Brettspiel- und Mangaladen Magische Welten, die eine unfassbar tolle Auswahl an Gesellschaftsspielen, aber auch Sammelkarten, Figuren und Manga vorrätig haben. So einen Laden bräuchte es auch in Bad Hersfeld, denn der ewige Fokus auf Brettspiele für Kinder, wie er hier bei Müller und Co. gehalten wird, bringt Erwachsene eben doch nur wieder ins Internet zum Bestellen. Sehr lecker war dort auch ein Crêpe mit Käse, Schinken und neu für uns: Pizzagewürz. Eine klasse Kombination!

 

Friedrichstadt – das kleine Amsterdam ohne Grasgeruch

Verwinkelte Gässchen, ein großer Marktplatz und einige Kanäle durchziehen das kleine aber feine Friedrichstadt. Das Hindurchspazieren dauert nicht allzu lange, aber es ist ein Genuss für die Augen, dieses kleine Städtchen zu erleben. Auch die Touristenanzahl ist überschaubar, genauso wie die kleinen Geschäfte in den Gässchen. Erfreulicherweise hat es nichts von dem Grasgeruch von Amsterdam abbekommen, der sich dort wirklich an jeder Ecke penetrant in die Nase drängt.

 

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Sightseeing in Tönning

Tönning ist mit seinem Hafenbereich und dem Schlosspark ebenfalls einen Besuch wert und lässt sich gut mit Friedrichstadt verbinden, da die beiden Orte nicht allzu weit voneinander entfernt liegen.

 

Leider kostet das Parken quasi überall in der Region Geld, doch dafür findet man in der Regel auch schnell einen Platz. Nur einmal wollte mich ein Parkhaus nicht hereinlassen, weil das Auto vor mir den letzten freien Platz ergatterte. Apropos Parkhäuser: Das Parkhaus Dünen Therme / Hus in Husum hat unten einige sehr enge Parkplätze. Mit großen Autos sollte man dieses also lieber meiden.

Kurzes Fazit:

Top:

  1. Husum
  2. Westerhever
  3. Friedrichstadt
  4. Simonsberg
  5. Tönning

Flopp:

6. St. Peter-Ording

 

(c) Alle Bilder tragen für die mögliche Weiterverwendung das Copyright Daniel Blöthner und bitte einen Link zu diesem Blog.

 

Urlaub in Egmond aan Zee, Niederlande

or Kurzem verbrachten wir einen tollen und sehr entspannenden Urlaub in den Niederlanden. Aufgrund der doch sinkenden Temperaturen war es uns wichtig, ein Hotel mit einem Indoorpool zu haben und da hat uns eine Angestellte des Reisebüros am Bad Hersfelder Rathaus das Hotel Zuiderduin in Egmond aan Zee herausgesucht.

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Unser Blick vom Hotelzimmer auf die Nordsee…und rund 70 Windräder.

Hotel Zuiderduin – gerne wieder

Es war wirklich schön nach vielen ***Hotels mal in einem ****Hotel zu urlauben. Das Frühstücksbuffet war reichhaltig und am Wochenende gab es mit Muffins und kleinen Kreppeln noch ein Schmankerl obendrauf. Neben dem Indoorpool gibt es dort für Kids noch ein großes Bällebad und ein dreistöckiges Spielparadies zum Toben und Energie herauslassen. Ältere gehen in den Irish Pub im Hotel oder spielen Bowling. Eine Brasserie und das Spa-Angebot runden alles ab.

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Blick auf eine der Dünen

In Egmond aan Zee gibt es einige Restaurants in Fußreichweite, doch auch im Hotel lässt sich mit einem Allyoucaneat-Buffet der Magen vollstopfen. Für 30 Euro inklusive einem Getränk pro Nase empfand ich aber die Qualität des Buffets in Relation zu dem günstigeren Essen der Restaurants als verbesserungswürdig. Oder aber man senkt den Preis, aber mehr als einmal haben wir nicht im Hotel zu Abend gegessen. Bei den Restaurants kann man sonst mit 15-25 Euro pro Nase inklusive Getränke rechnen und man wird so satt, dass 2 Mahlzeiten am Tag völlig ausreichen. Besonders gefallen hat uns EAZEE bei den Restaurants.

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Ein richtig schöner Sandstrand bei Egmond.

Ebenfalls in Fußreichweite sind die schönen Dünen Egmonds sowie der große feine Sandstrand, an dem selbst ein windiger Spaziergang mit Jacke gut tut. Kleine Märkte neben diversen Geschäften laden zudem zum Schlendern ein in Egmond, doch ist es auch außerhalb von Egmond schön, wie etwa in Alkmaar.

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Käsemarkt in Alkmaar.

Miniamsterdam Alkmaar

Dort ist man mit dem Auto in etwa 20 Minuten und hat in einem Parkhaus zu vernünftigen Preisen einen Platz gefunden. Alkmaar macht sich die Mühe, während der warmen Monate jeden Freitag einen Käsemarkt für die Touristen zu veranstalten und dann mehrsprachig zu erklären, wie die Käsemärkte früher abliefen. Der Käsemarkt dort soll auch der größte der Niederlande sein. Alkmaar ist im Vergleich zu Egmond eine richtige große Stadt und nicht so überlaufen wie Amsterdam, das etwa 40 Minuten von Egmond entfernt liegt.

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Auch mit dem Boot wird Käse transportiert.

Auch Bergen schauten wir uns an, jedoch war es dort nicht ganz so schön wie in Alkmaar, das mit seinen Kanälen wie eine Miniaturversion von Amsterdam wirkt. Kleine einsame Gassen, verträumte Kanäle und an allen paar Ecken Bistros treffen dort auf den Trubel einer großen Stadt und einen ebensolchen Verkehr.

Enttäuschung im Aquarium Bergen

Apropos Bergen: Dort gibt es ein Aquarium, das für ~14 Euro Eintritt überraschend wenig Inhalt bietet. Da lässt sich das Geld auch besser investieren. Die Seerobben taten mir schon leid, weil sie kaum Platz haben und abgesehen von ihnen gibt es eigentlich nur Fische, Krabben und ein paar Reptilien. Interessant ist vielleicht dort noch die Möglichkeit, Rochen anfassen zu dürfen. Da waren wir schon in besseren und günstigeren Aquarien.

Welch penetrant nerviger Geruch in Amsterdam

Auffällig in Amsterdam war neben dem stets gegenwärtigen Grasgeruch auch, dass es viele Läden alle paar hundert Meter erneut gibt. Zwar wird dort Alkoholgenuss in der Öffentlichkeit mit 95 Euro Strafe geahndet, aber gegen die vielen herumliegenden Zigarettenstummel und den erwähnten Geruch sagt niemand was. Vor allem bei den Zigarettenstummeln frage ich mich „muss das sein“?

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In Alkmaar gibt es sehr schön bepflanzte Straßenlaternen.

Müll und Kippenstummel

Sogar am Strand in Egmond konnte man kaum irgendwas ausbuddeln, ohne auf einen dieser Abfälle zu stoßen. Vielleicht haben es die Niederländer damit aber auch einfach nicht so genau (wie mit den Geschwindigkeitsbegrenzungen) da bestimmt nicht jeder Stummel von Touristen kommen wird. Beim Müll haben wir auch gemerkt, dass auf quasi keine Flasche Pfand erhoben wird. Das kann alles weggeworfen werden, scheinbar wird nichts recycelt – schade.

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Hinten links ist das Parkhaus Oosterdok gelegen – ganz in der Nähe eines Hilton-Hotels und dieses China-Restaurants.

Eine Reise nach Amsterdam ist teuer

Die Parkkosten waren im Amsterdamer Parkhaus Oosterdok leider horrend. 1 Euro pro 10 Minuten oder 20 Euro, wenn man 5 Stunden oder mehr in Amsterdam verbringt. Richtig gerechnet: Bleibt man etwa 4 Stunden im Parkhaus muss man 24 Euro zahlen, mehr als wenn man die 5 Stunden erreicht. Viel günstiger ist der Weg mit der Bahn aber auch nicht, liegt der Hauptbahnhof doch in der Nähe des Parkhauses. Über 8 Euro pro Karte, Fahrt und Nase, also über 32 Euro wenn man zu zweit mal dort einen Tag verbringen will und es kein günstigeres Tagesticket o.ä. gibt.

Tipp: Besucht mal die Condomerie.

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Auf schöne Kachelarbeiten stößt man immer wieder in den Niederlanden.

Fazit

Alles in allem lohnt sich ein Besuch der Niederlande auf jeden Fall und das Hotel Zuiderduin ist eins der wenigen Hotels, in die wir nochmal verreisen würden. Schwierig wird es nur auf den Autobahnen (max 120 oder 130 km/h), Schnellstraßen (max. 100 km/h) und Landstraßen (max. 80 km/h) nicht einzuschlafen, wenn es mehrspurig geradeaus geht und lediglich ortskundige einen überholen, die wissen, wo geblitzt wird und wo nicht. Ohnehin fährt dort jeder die zulässige Maximalgeschwindigkeit.

Emotionale Achterbahnfahrt: „A Long Way Down“ im Eichhof

Erneut haben es fünf Schauspieler geschafft, die Festspielstätte Eichhof in großes Theater zu verwandeln. Diesmal mit „A Long Way Down“ nach dem Buch von Nick Hornby und der Bühnenfassung von Bettina Wilts.

 
Martin Sharp (Karsten Speck) will sich vom Dach eines Hochhauses stürzen und all seinen Problemen ein Ende bereiten. Doch ist er in der Silvesternacht mit diesem Plan nicht alleine. Auch Maureen (Natascha Hirthe), Jess (Helena Charlotte Sigal) und JJ (Mick Riesbeck) sehnen sich nach dem schnellen Tod.

 

Doch keiner von ihnen will in seinen letzten Momenten Gesellschaft haben. So beginnt eine emotionale Achterbahnfahrt, wenn sich witzige Momente mit sehr kritischen abwechseln. Jess legt immerzu einen Galgenhumor an den Tag, der oft über die Stränge schlägt, während Martin endlich mal seine Ruhe haben will, aber in die Ideen von JJ hineingezogen wird, der Maureen helfen will, wieder Lebensfreude zu entwickeln.

 
Natascha Hirthes Weg von der Niedergeschlagenheit auf dem Dach zur lebensfrohen Mutter lässt sich sehr gut mitfühlen, auch wenn der Grund für ihren Suizidversuch der Unglaubwürdigste der vier ist. Generell hat keiner von den mit Selbstmordgedanken geplagten Figuren unlösbare Probleme.

 
Das Abwägen der Pros und Kontras und das Wechselspiel zwischen den Akteuren machen „A Long Way Down“ zu einem unterhaltsamen Stück, bei dem aber über Suizid reflektiert werden sollte. Denn auch wenn in der Presse meistens nicht über Suizid berichtet wird, so ist das Nehmen des eigenen Lebens doch ein allgegenwärtiges Thema, das noch zu oft geschieht. Was muss passieren, dass Menschen so weit gehen, darüber nachzudenken – oder es gar durchzuführen? Hätte man als Freund irgendetwas tun können, um den Suizid zu verhindern?

 
Martin kommt zu dem Schluss, dass der Sturz vom Hochhaus in ein paar Momenten zwar für ihn der beste Ausweg gewesen wäre, doch für seine Hinterbliebenen unvorstellbare Probleme nach sich ziehen würde.

 
Der zweimalige Hersfeldpreisträger und Regisseur des Stücks Christian Nickel drückt mit diesem Stück in eine sich immer wieder öffnende Wunde in der Gesellschaft, die sich leider bislang noch nicht geschlossen hat.

 

Der Artikel ist so im Homberger Anzeiger (KW30, 2019) erschienen.