Urlaub in Egmond aan Zee, Niederlande

or Kurzem verbrachten wir einen tollen und sehr entspannenden Urlaub in den Niederlanden. Aufgrund der doch sinkenden Temperaturen war es uns wichtig, ein Hotel mit einem Indoorpool zu haben und da hat uns eine Angestellte des Reisebüros am Bad Hersfelder Rathaus das Hotel Zuiderduin in Egmond aan Zee herausgesucht.

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Unser Blick vom Hotelzimmer auf die Nordsee…und rund 70 Windräder.

Hotel Zuiderduin – gerne wieder

Es war wirklich schön nach vielen ***Hotels mal in einem ****Hotel zu urlauben. Das Frühstücksbuffet war reichhaltig und am Wochenende gab es mit Muffins und kleinen Kreppeln noch ein Schmankerl obendrauf. Neben dem Indoorpool gibt es dort für Kids noch ein großes Bällebad und ein dreistöckiges Spielparadies zum Toben und Energie herauslassen. Ältere gehen in den Irish Pub im Hotel oder spielen Bowling. Eine Brasserie und das Spa-Angebot runden alles ab.

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Blick auf eine der Dünen

In Egmond aan Zee gibt es einige Restaurants in Fußreichweite, doch auch im Hotel lässt sich mit einem Allyoucaneat-Buffet der Magen vollstopfen. Für 30 Euro inklusive einem Getränk pro Nase empfand ich aber die Qualität des Buffets in Relation zu dem günstigeren Essen der Restaurants als verbesserungswürdig. Oder aber man senkt den Preis, aber mehr als einmal haben wir nicht im Hotel zu Abend gegessen. Bei den Restaurants kann man sonst mit 15-25 Euro pro Nase inklusive Getränke rechnen und man wird so satt, dass 2 Mahlzeiten am Tag völlig ausreichen. Besonders gefallen hat uns EAZEE bei den Restaurants.

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Ein richtig schöner Sandstrand bei Egmond.

Ebenfalls in Fußreichweite sind die schönen Dünen Egmonds sowie der große feine Sandstrand, an dem selbst ein windiger Spaziergang mit Jacke gut tut. Kleine Märkte neben diversen Geschäften laden zudem zum Schlendern ein in Egmond, doch ist es auch außerhalb von Egmond schön, wie etwa in Alkmaar.

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Käsemarkt in Alkmaar.

Miniamsterdam Alkmaar

Dort ist man mit dem Auto in etwa 20 Minuten und hat in einem Parkhaus zu vernünftigen Preisen einen Platz gefunden. Alkmaar macht sich die Mühe, während der warmen Monate jeden Freitag einen Käsemarkt für die Touristen zu veranstalten und dann mehrsprachig zu erklären, wie die Käsemärkte früher abliefen. Der Käsemarkt dort soll auch der größte der Niederlande sein. Alkmaar ist im Vergleich zu Egmond eine richtige große Stadt und nicht so überlaufen wie Amsterdam, das etwa 40 Minuten von Egmond entfernt liegt.

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Auch mit dem Boot wird Käse transportiert.

Auch Bergen schauten wir uns an, jedoch war es dort nicht ganz so schön wie in Alkmaar, das mit seinen Kanälen wie eine Miniaturversion von Amsterdam wirkt. Kleine einsame Gassen, verträumte Kanäle und an allen paar Ecken Bistros treffen dort auf den Trubel einer großen Stadt und einen ebensolchen Verkehr.

Enttäuschung im Aquarium Bergen

Apropos Bergen: Dort gibt es ein Aquarium, das für ~14 Euro Eintritt überraschend wenig Inhalt bietet. Da lässt sich das Geld auch besser investieren. Die Seerobben taten mir schon leid, weil sie kaum Platz haben und abgesehen von ihnen gibt es eigentlich nur Fische, Krabben und ein paar Reptilien. Interessant ist vielleicht dort noch die Möglichkeit, Rochen anfassen zu dürfen. Da waren wir schon in besseren und günstigeren Aquarien.

Welch penetrant nerviger Geruch in Amsterdam

Auffällig in Amsterdam war neben dem stets gegenwärtigen Grasgeruch auch, dass es viele Läden alle paar hundert Meter erneut gibt. Zwar wird dort Alkoholgenuss in der Öffentlichkeit mit 95 Euro Strafe geahndet, aber gegen die vielen herumliegenden Zigarettenstummel und den erwähnten Geruch sagt niemand was. Vor allem bei den Zigarettenstummeln frage ich mich „muss das sein“?

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In Alkmaar gibt es sehr schön bepflanzte Straßenlaternen.

Müll und Kippenstummel

Sogar am Strand in Egmond konnte man kaum irgendwas ausbuddeln, ohne auf einen dieser Abfälle zu stoßen. Vielleicht haben es die Niederländer damit aber auch einfach nicht so genau (wie mit den Geschwindigkeitsbegrenzungen) da bestimmt nicht jeder Stummel von Touristen kommen wird. Beim Müll haben wir auch gemerkt, dass auf quasi keine Flasche Pfand erhoben wird. Das kann alles weggeworfen werden, scheinbar wird nichts recycelt – schade.

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Hinten links ist das Parkhaus Oosterdok gelegen – ganz in der Nähe eines Hilton-Hotels und dieses China-Restaurants.

Eine Reise nach Amsterdam ist teuer

Die Parkkosten waren im Amsterdamer Parkhaus Oosterdok leider horrend. 1 Euro pro 10 Minuten oder 20 Euro, wenn man 5 Stunden oder mehr in Amsterdam verbringt. Richtig gerechnet: Bleibt man etwa 4 Stunden im Parkhaus muss man 24 Euro zahlen, mehr als wenn man die 5 Stunden erreicht. Viel günstiger ist der Weg mit der Bahn aber auch nicht, liegt der Hauptbahnhof doch in der Nähe des Parkhauses. Über 8 Euro pro Karte, Fahrt und Nase, also über 32 Euro wenn man zu zweit mal dort einen Tag verbringen will und es kein günstigeres Tagesticket o.ä. gibt.

Tipp: Besucht mal die Condomerie.

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Auf schöne Kachelarbeiten stößt man immer wieder in den Niederlanden.

Fazit

Alles in allem lohnt sich ein Besuch der Niederlande auf jeden Fall und das Hotel Zuiderduin ist eins der wenigen Hotels, in die wir nochmal verreisen würden. Schwierig wird es nur auf den Autobahnen (max 120 oder 130 km/h), Schnellstraßen (max. 100 km/h) und Landstraßen (max. 80 km/h) nicht einzuschlafen, wenn es mehrspurig geradeaus geht und lediglich ortskundige einen überholen, die wissen, wo geblitzt wird und wo nicht. Ohnehin fährt dort jeder die zulässige Maximalgeschwindigkeit.

Emotionale Achterbahnfahrt: „A Long Way Down“ im Eichhof

Erneut haben es fünf Schauspieler geschafft, die Festspielstätte Eichhof in großes Theater zu verwandeln. Diesmal mit „A Long Way Down“ nach dem Buch von Nick Hornby und der Bühnenfassung von Bettina Wilts.

 
Martin Sharp (Karsten Speck) will sich vom Dach eines Hochhauses stürzen und all seinen Problemen ein Ende bereiten. Doch ist er in der Silvesternacht mit diesem Plan nicht alleine. Auch Maureen (Natascha Hirthe), Jess (Helena Charlotte Sigal) und JJ (Mick Riesbeck) sehnen sich nach dem schnellen Tod.

 

Doch keiner von ihnen will in seinen letzten Momenten Gesellschaft haben. So beginnt eine emotionale Achterbahnfahrt, wenn sich witzige Momente mit sehr kritischen abwechseln. Jess legt immerzu einen Galgenhumor an den Tag, der oft über die Stränge schlägt, während Martin endlich mal seine Ruhe haben will, aber in die Ideen von JJ hineingezogen wird, der Maureen helfen will, wieder Lebensfreude zu entwickeln.

 
Natascha Hirthes Weg von der Niedergeschlagenheit auf dem Dach zur lebensfrohen Mutter lässt sich sehr gut mitfühlen, auch wenn der Grund für ihren Suizidversuch der Unglaubwürdigste der vier ist. Generell hat keiner von den mit Selbstmordgedanken geplagten Figuren unlösbare Probleme.

 
Das Abwägen der Pros und Kontras und das Wechselspiel zwischen den Akteuren machen „A Long Way Down“ zu einem unterhaltsamen Stück, bei dem aber über Suizid reflektiert werden sollte. Denn auch wenn in der Presse meistens nicht über Suizid berichtet wird, so ist das Nehmen des eigenen Lebens doch ein allgegenwärtiges Thema, das noch zu oft geschieht. Was muss passieren, dass Menschen so weit gehen, darüber nachzudenken – oder es gar durchzuführen? Hätte man als Freund irgendetwas tun können, um den Suizid zu verhindern?

 
Martin kommt zu dem Schluss, dass der Sturz vom Hochhaus in ein paar Momenten zwar für ihn der beste Ausweg gewesen wäre, doch für seine Hinterbliebenen unvorstellbare Probleme nach sich ziehen würde.

 
Der zweimalige Hersfeldpreisträger und Regisseur des Stücks Christian Nickel drückt mit diesem Stück in eine sich immer wieder öffnende Wunde in der Gesellschaft, die sich leider bislang noch nicht geschlossen hat.

 

Der Artikel ist so im Homberger Anzeiger (KW30, 2019) erschienen.

69. Bad Hersfelder Festspiele: „Der Prozess“ & „Shakespeare in Love“

Am vergangenen Freitag starteten die 69. Bad Hersfelder Festspiele in Bad Hersfeld. Beide Stücke, die am Freitag und Samstag gezeigt wurden, lohnen sich sehr. Anbei meine Texte aus dem Homberger Anzeiger von dieser Woche:

Wahnsinnstrip
Kafkas „Der Prozess“ neu aufgelegt

Ohne Angabe von Gründen in der eigenen Wohnung verhaftet zu werden, ist in manchen Ländern der heutigen Welt bittere Realität – in Franz Kafkas „Der Prozess“ muss Josef K. genau das an der eigenen Haut erfahren.
Das Stück feierte am ersten Abend der 69. Bad Hersfelder Festspiele in der Stiftsruine nach einer Version von Intendant Joern Hinkel Premiere und begeisterte die Zuschauer deutlich. Ronny Miersch spielt die Hauptrolle und vermutet hinter der willkürlichen Anklage einen schlechten Scherz – schließlich darf er auch verhaftet weiter zur Arbeit gehen, muss aber jeden Sonntag bei Gericht erscheinen.

So beginnt eine Tortur des Wahnsinns, die Josef eine Weile noch mit einem Lachen abtun kann, doch auch dafür fehlen ihm irgendwann die Nerven, wenn sich das ganze System gegen ihn stellt. Josefs Stimmungswandel von der Frohnatur, der nicht glauben kann, was da mit ihm geschieht, bis hin zum verzweifelten Geschöpf, das fast dem Wahnsinn verfällt, kauft man dem Akteur zu jeder Zeit ab. Die erlittene Qual, selbst die einfachsten Fragen von niemandem beantwortet zu bekommen, lässt einen auch als Zuschauer fast aus der Haut fahren.
Dieter Laser als Advokat Huld verspricht für Josefs Misere kurzzeitig einen Hoffnungsschimmer und überzeugt dabei mit einem energischen kraftvollen Schauspiel, das seinesgleichen sucht.

Sogar das Bühnenbild mit imposanten schwarzen Schränken, wirkt zunehmend erdrückend und verkörpert damit den staatlichen Apparat, der auf Josefs Leben unüberwindbaren Einfluss nimmt.
Hinkels „Der Prozess“ fasziniert durch seine Aktualität, unterhält trotz ernster Thematik und ist jeden Besuch wert.

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In der Stiftsruine werden fast alle Stücke der Festspiele in Bad Hersfeld aufgeführt.

Lacher garantiert
„Shakespeare in Love“ kehrt zurück

Schon 2018 begeisterte „Shakespeare in Love“ nach einer Inszenierung von Antoine Uitdehaag die Zuschauer in der Stiftsruine. Grund genug, das Märchen für Erwachsene auch 2019 wieder aufzuführen.
Das romantisch-witzige Stück lädt zum Träumen ein, wenn sich Will Shakespeare (Dennis Herrmann) und Viola de Lesseps (Natalja Joselewitsch) auf zweierlei Art kennenlernen und ineinander verlieben. Kommt Viola doch aus einem gut betuchten Hause, hat Will nicht so viel Glück. Dafür kann er mit vollster Leidenschaft seiner Passion nachgehen: dem Theater. Frauen ist dies jedoch untersagt, also verkleidet sich Viola als Mann und fasziniert mit ihrer Doppelrolle. Doch auch Will findet sich in in urkomischen Situationen wieder, in denen er nicht nur den kreativen Autor spielt – ganz zur Belustigung des Publikums.
Insgesamt gibt es bei dem Stück viel zu lachen, wilde Kampfszenen und etliche Kostümwechsel.
„Shakespeare in Love“ ist seichte Unterhaltung für jedermann und doch ganz großes Theater. Der charismatische Will weiß ebenso die Zuschauer in seinen Bann zu ziehen wie die vielseitige Viola. Gestützt werden die beiden Schauspieler von zahlreichen weiteren Akteuren, wie Robert Joseph Bartl, Bettina Hauenschild, Tilo Keiner und Martin Semmelrogge, die Festspielbesuchern bestens bekannt sind. Vor allem Sams (Philipp Rosenthals) wandelbare Stimme sorgt für viel Freude im Publikum.

„Shakespeare in Love“ sollte man nicht verpassen!

Blizzards erstes dynamisches Bundle für World of Warcraft – guter Deal oder Leutfangerei?

Nachdem dynamische Bundles in Starcraft II und Heroes of the Storm oder auch Steam schon völlig normal sind, hat es nach Jahren nun auch ein erstes dynamisches Bundle in World of Warcraft geschafft.

Für 50 statt 150 Euro gibt es im „See you Later“-Bundle 3 Pets, 3 Mounts und drei Helmtransmogs. Der Rabatt von 66 % lässt sich sehen, gibt Blizzard doch auf alle einzelnen Pets und Mounts sonst nur 50% rund um Weihnachten.

Im Einzelkauf käme man also mit den 3 Pets (3×5 Euro) und 3 Mounts (3×12,50) auf 15+37,50= 52,50 Euro und spart allein daran, bekommt für etwas weniger Geld aber noch die Helme oben drauf.

Doch lohnt sich das Bundle wirklich?

Die Helme waren entgegen den Pets und Mounts noch nie im ingame-Shop zu finden, was mich wundern lässt, wieso Blizzard diese so halbherzig behandelte. Entgegen der Pets und Mounts kamen nach diesen drei auch nie weitere hinzu.

Die Pets gehören sicherlich nicht zu den hübschesten. Lil’ XT ist eine Miniversion seines nervigen Raidbosses aus Ulduar, der Cenarion Hatchling ist ein federloser Hyppogryph und der Moonkin Hatchling, nunja, ein Druide zum mitnehmen 😉 .

Bei den Mounts hat sich Blizzard auch keineswegs mit Ruhm bekleckert. Das Swift Windsteed fand ich schon zu dessen Einführung nicht besonders hübsch, den Grinning Reaver sowieso nicht, bah Insekten und der Armored Bloodwing – nunja, ich habe nichts gegen Fledermäuse, aber es gibt hübschere Mounts.

Wo wir auch schon bei meinem Punkt wären.

Nichts im Bundle ist wirklich hübsch

Bei mehreren hundert Pets im Spiel muss man diese drei schon sehr gerne haben, wenn man sie sich holt; nur um die Anzahl etwas aufzustocken, lohnen sie sich bei dem Preis keinesfalls. Vor allem die Mounts erwecken aber den Eindruck, als hätte Blizzard mal die unattraktivsten Angebote genommen, um sie in einem Bundle irgendwie an den Spieler zu bringen, der zuvor gar nicht wusste, dass er sie braucht, sonst hätte dieser schon eher zugeschlagen.

Die Helme fallen in etwa dieselbe Kategorie. Klar, sie sind irgendwie hübsch, aber hübsch sind auch 100 andere Helme im Spiel und falls Blizzards Idee aufgeht, rennen bald viele Spieler mit einer der drei Helmvarianten herum, wodurch diese auch nichts mehr besonderes sind, außer ein 50 Euro tiefes Loch im Portmonnaie, weil alles aus dem Bundle irgendwo in einer Liste vergammelt und man im Endeffekt doch nichts davon hat.

Sich zu zwingen diese zu benutzen, weil man sie ja gekauft hat, ist ebenso idiotisch, da hätte man sich das Bundle gleich sparen können. Doch Blizzard schießt den Vogel noch im Kleingedruckten ab.

Die Inhalte des Bundles sollen komplett verschwinden…vorerst

Im Kleingedruckten steht nämlich, dass die Inhalte des Bundles vorerst aus dem Shop genommen werden, woraus sich jetzt die letzte Möglichkeit, diese zu erhaschen.

Blizzard zeigt dem Spieler also, etwas zu wollen, was er nicht braucht und übt Druck durch das Zeitlimit aus, wobei sie sich mit dem Zusatz „vorerst“ auch die Freiheit lassen, das ganze als Retro-Bundle oder sonstwas zurückzuholen.

Doch muss man sich einfach eine Frage stellen: Wieso entfernen sie digitale Inhalte aus einem Store? Selbst wenn die Mounts, Pets und Helme so unbeliebt sind, naja, dann lässt man sie eben drinnen, vielleicht kauft sie doch mal jemand.

Die Antwort ist aber ganz klar: Sie wollen jetzt mit diesem Bundle Geld kassieren, obwohl kein Spieler irgendwas davon braucht.

50 Euro ist einfach zu viel

Klar, es kann sich eher lohnen, wenn man schon Inhalte aus dem Bundle besitzt und einen reduzierten Preis erhält, doch ist 50 Euro einfach erstmal ein happiger Betrag. Dafür kann man sich so viel anderes kaufen. Um im digitalen Unterhaltungssektor zu bleiben, hier einmal ein paar Beispiele, die etwa 50 Euro entsprechen:

1 Jahr PlayStation Plus im Angebot

1 neues Spiel für egal welche Plattform kurz nach Release (Devil May Cry 5, Kingdom Hearts 3)

2 neue Spiele (Spider-Man/God of War/Detroit/Shadow of the Tomb Raider/Assassin’s Creed Odyssey) im aktuellen PSN/Steam-Wintersale

Fast 4 PlayStation Classics im Sale (Uncharted 4/Uncharted Trilogy/Last of Us Remastered/Ratchet & Clank/Bloodborne und und und)

Oder aber 3 Pets, 3 Mounts und 3 Helme, wovon man ohnehin immer nur eins gleichzeitig verwenden kann (abgesehen von Pet Battles). Keine tollen, atmosphärischen Spielmomente, keine ausgereifte, abgeschlossene Story, nein nur ein paar Gegenstände für digitale Listen, auf die man auch nur Zugriff bekommt, insofern man monatlich für WoW durch Euro oder einen Haufen Gold löhnt.

Fazit

Der Deal wirkt noch schlechter als das diesjährige Blizzcon-Ticket, das 10 Euro teurer wurde. Auch den Blizzcon-Goodie-Bag scheint kaum jemanden interessiert zu haben, wurde dieser doch im Black-Friday-Sale verramscht. Klar, durch zeitlich begrenzte Angebote und Zugriff auf Inhalte, die verschwinden, erreicht man die Leute, doch handelt es sich hier nur um Kram, den ohnehin niemand wollte. Ansonsten gäbe es verschiedene Bundles, wo etwa auch Lil Ragnaros als Pet und irgendeins der cooler aussehenden Mounts enthalten wäre.

Doch auch die dauerhaften Bundles kann Blizzard nicht gescheit reduzieren. Kostet ein vorgegebenes Pet und Mount einzeln 35 Euro, im vorgegebenen Bundle 30, wird der Preis im Wintersale auf 17,50 Euro reduziert, was aber auch den Sale-Einzelpreisen entspricht.

Da vor kurzem auch ein Piratenschiff als Mount angeboten wurde, das es zeitlich begrenzt nur in Zusammenhang mit 6 Monaten WoW, also 66 Euro, gab und dieses 2019 regulär erhältlich sein soll, wird es wohl im nächsten Jahr einige Umstellungen im Shop geben. Doch erinnert auch dieses Piratenschiff-Bundle an die aktuelle Situation in WoW.

Die Lage in WoW

Nach dem Release und dem Durchquesten der Zonen blieb die Vorfreude auf die Kriegsfront und den neuen Raid. Doch einmal dort durch, ging bei mir die Motivation flöten.

Höhere Schwierigkeitsgrade? Wofür? Loot, der in ein paar Monaten überholt ist? Nö.

Jetzt ist endlich 8.1 draußen, doch der Raid kommt erst irgendwann im Januar. Bis er komplett freigeschaltet ist dauert es bis Februar und fehlerfrei läuft dann vielleicht alles im März. Spieler, wie ich, die sich nur für die Handlung interessieren, müssen also vor April gar nicht erst hineinschauen. Das Piratenschiff-Bundle war ein Lockversuch, sich dennoch 6 Monate an ein Spiel zu binden, das in der Zeit nichts Neues bieten wird.

Das gab es schonmal, hat damals aber besser funktioniert. 12 Monate WoW für ein Mount, das seitdem wirklich exklusiv war: Tyraels Charger, und eine digitale Version vom damals neu erscheinenden Diablo III. Super Sache, habe ich gemacht, war zwar dennoch etwas langatmig in der Zeit im Spiel, aber es fühlte sich damals okay an. Die aktuellen Bundles von Blizzard entsprechen meinem Bauchgefühl aber eher dem Gegenteil: Geldmacherei auf Druck von Activision.

Finales Fazit

Das sieht man gerade an allen Ecken und Enden. Auf Kosten von Qualität wird nur auf das schnelle Geld gesetzt:

Hearthstone – 3 Expansions/Jahr dafür immer schlechtere Solo-Adventures

Heroes of the Storm – World Championship 2019 gecanceled

Diablo – Mobile Micro Transactions Geldfalle – Immortal

Warcraft – siehe oben

Overwatch – ist nur eine Vermutung, aber wer kauft sich schon Skins für einen Ego-Shooter, wo man selbst am wenigsten davon hat? Speziell diese häßlichen Teamskins??? Permanente Singleplayerinhalte wären eher was feines in dem Spiel.

Starcraft – scheint in Ordnung zu sein, auch wenn ich kein Fan vom Remaster des Erstlings bin, mal sehen wie Warcraft 3 Reforged umgesetzt wird.

 

Hamburg-Urlaub mit Musicals und die Superbude St. Georg

Ich sitze auf gepolsterten Bierkästen von Astra. Von der Decke hängen in allen Richtungen Lampen und auf dem TV werden Surfszenen abgespielt. Dabei genieße ich mein vielfältiges Frühstück in der Superbude St. Georg, meinem Hotel für einige Tage Urlaub in Hamburg.

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Das jugendlich hip gehaltene Hotel, in dem man direkt mit jedem per Du ist, wurde mir von einem Freund empfohlen und diese Empfehlung hat sich durchaus gelohnt. Im Zimmer dienen an der Wand angebrachte Longboards als Regal, in Kerben an einem festgenagelten Pümpel können Kleiderbügel gehangen werden und im Bad singt auf Knopfdruck ein künstlicher Fisch.

Das Frühstück lässt für 9,90 Euro pro Tag und Person keine Wünsche offen. Neben Müsli, Brot und Brötchen gibt es diverse Aufstriche, Süßes, Obst und Waffeln. Vor allem über die guten Säfte von Granini habe ich mich gefreut. Auch jegliche Kaffee-Variationen sind im Preis enthalten und das Beste: Frühstück gibt es bis 12 Uhr! Vorbei sind die Zeiten, in denen man im Urlaub bis 10 Uhr fertig gegessen haben muss, was doch sehr konträr zu langen Feierabenden in der Stadt geht.

DSC_0281.JPGIn Hamburg gibt es definitiv genug zu sehen, um mehr als einen Urlaub dort zu verbringen. Diesmal standen die Musicals Aladdin und König der Löwen auf dem Programm. Entgegen der Erwartung, dass König der Löwen superdupergut sein soll, fand Aladdin schnell einen größeren Platz in meinem Herzen. Der Löwenkönig hat in seiner Geschichte nunmal keinerlei Menschen. Alle Tiere werden mit Masken oder kreativen bzw. seltsamen Kostümen dargestellt. Gerade die Hauptfiguren, Mufasa, Simba und Scar sind aber am menschlichsten von allen.

DSC_0259.JPGDa hat Aladdin natürlich leichtes Spiel. Der Affe wird umgangen, der Teppich klasse umgesetzt und der Papagei Jago kommt auch als menschlicher Berater bestens rüber. Auch der Genie unterhält prächtig und trägt mit Witz und Charme zum effektvollen Meisterwerk bei, das leider nur noch bis Februar 2019 in Hamburg aufgeführt wird.

Ein Lob geht an dieser Stelle auch an die Bühnenbauer beider Musicals. Es ist prächtig anzusehen, wie viele verschiedene Kulissen, fahrbare Teile und Umgebungen aus dem Boden auf der Bühne Platz haben und so gut ineinander passen – bei Aladdin noch mehr als beim Lionking. Was sollte aber der Gangsta-Slang beim König der Löwen? Dass Genie viel herumkommt und selbst Waschmaschinen, Ballermann und Tor 1, 2 oder 3 kennt, ist in Ordnung, aber die Tiere in der Savanne? Naja. Auch der Beitrag zu Helene Fischers Atemlos in BEIDEN Musicals musste nicht sein. Dementsprechend wurde Scar bejubelt, als er sich abfällig über das Lied äußerte.

Meine Musical-Hitliste sieht aktuell wie folgt aus:

  1. Aladdin (Hamburg)
  2. Phantom of the Opera (New York City – Broadway)
  3. König der Löwen (Hamburg)
  4. My Fair Lady (Bad Hersfelder Festspiele)
  5. Titanic (Bad Hersfelder Festspiele)
  6. Burlesque (Bad Hersfelder Festspiele)

DSC_0278.JPGAuch ein Trip ins Miniatur-Wunderland musste sein. Auf zwei Etagen wurde eine gigantische Miniaturwelt mit zahlreichen Effekten und Beleuchtungen aufgebaut. Schade war nur, dass das Ganze trotz Timeslot sehr überfüllt wirkte. Besser wäre eine klare Laufrichtung gewesen, als dauernd kreuz und quer Leute zu haben, die sich irgendwohin stellen und man kaum voran kommt, außer man hat viel Geduld oder verfällt ebenfalls ins chaotische Bewundern der kleinen großen Welt. Eintritt: 15 Euro.

DSC_0294.JPGDer Tierpark Hagenbeck ist auch einen Besuch wert und verglichen mit anderen Zoos rechtfertigt dieser auch den doch hohen Eintrittspreis von 20 Euro. Fast alle Tiere wirken so als hätten sie einen ausreichend großzügigen Lebensraum. Ein paar Vögel wirkten arg eingeengt und die Hälfte des Tigergeheges bestand aus Wasser ohne jegliche Bewegung. Ansonsten lässt sich dort aber ein abwechslungsreicher Tag mit Pinguinen, Eisbären, coolen Hasen und neugierigen Elefanten verbringen. Auch die Grünanlagen drumherum laden zum Spazierengehen ein.

DSC_0300.JPGIm Anschluss lohnt sich ein Besuch bei Planten un Blomen, wo mehrmals am Tag (14, 16, 18 und 22 Uhr) eine rund 10-minütige Wassershow präsentiert wird. Spätabends dann wohl auch mit Musik und Beleuchtung. Ich war aber um 18 Uhr vor Ort. Durch den großen Spielplatz bietet sich hier auch ein Besuch mit Kindern an.

DSC_0253.JPGEin Besuch auf der Aussichtsetage der Elbphilharmonie ist kostenlos. Im Hard Rock Cafe Hamburg lief zu meinem Besuch leider eher Pop als Rock und auch das Personal wirkte weniger organisiert als in anderen Lokalen. Man gab mir ein dreckiges Messer und ich musste zwei Mal nachfragen, bis es ein neues gab. Auch die Rechnung ließ sich Zeit. Dagegen bin ich vom Herzblut an der Reeperbahn sehr angetan. Toller Service und geschmacklich ungefähr auf einem Level mit dem Hard Rock Cafe.

Zum Schluss noch ein Geheimtipp: Luicella’s Ice Cream Eisdiele (Detlev-Bremer-Straße 46) hat sehr exquisite Sorten und niemand sollte sich vom Kugelpreis von 1,60 Euro abschrecken lassen. Für die Menge an Eis ist der Preis mehr als in Ordnung.

Um es kurz zu machen, zitiere ich einen Sticker, der mir in der Superbude aufgefallen ist: Super war’s …und gerne wieder!