WoW: Battle for Azeroth – Warbringers „Jaina“

Sehr schönes Lied im Hintergrund zu diesem Trailer über Jaina in Battle for Azeroth:

Advertisements

Hamburg-Urlaub mit Musicals und die Superbude St. Georg

Ich sitze auf gepolsterten Bierkästen von Astra. Von der Decke hängen in allen Richtungen Lampen und auf dem TV werden Surfszenen abgespielt. Dabei genieße ich mein vielfältiges Frühstück in der Superbude St. Georg, meinem Hotel für einige Tage Urlaub in Hamburg.

DSC_0267.JPG

Das jugendlich hip gehaltene Hotel, in dem man direkt mit jedem per Du ist, wurde mir von einem Freund empfohlen und diese Empfehlung hat sich durchaus gelohnt. Im Zimmer dienen an der Wand angebrachte Longboards als Regal, in Kerben an einem festgenagelten Pümpel können Kleiderbügel gehangen werden und im Bad singt auf Knopfdruck ein künstlicher Fisch.

Das Frühstück lässt für 9,90 Euro pro Tag und Person keine Wünsche offen. Neben Müsli, Brot und Brötchen gibt es diverse Aufstriche, Süßes, Obst und Waffeln. Vor allem über die guten Säfte von Granini habe ich mich gefreut. Auch jegliche Kaffee-Variationen sind im Preis enthalten und das Beste: Frühstück gibt es bis 12 Uhr! Vorbei sind die Zeiten, in denen man im Urlaub bis 10 Uhr fertig gegessen haben muss, was doch sehr konträr zu langen Feierabenden in der Stadt geht.

DSC_0281.JPGIn Hamburg gibt es definitiv genug zu sehen, um mehr als einen Urlaub dort zu verbringen. Diesmal standen die Musicals Aladdin und König der Löwen auf dem Programm. Entgegen der Erwartung, dass König der Löwen superdupergut sein soll, fand Aladdin schnell einen größeren Platz in meinem Herzen. Der Löwenkönig hat in seiner Geschichte nunmal keinerlei Menschen. Alle Tiere werden mit Masken oder kreativen bzw. seltsamen Kostümen dargestellt. Gerade die Hauptfiguren, Mufasa, Simba und Scar sind aber am menschlichsten von allen.

DSC_0259.JPGDa hat Aladdin natürlich leichtes Spiel. Der Affe wird umgangen, der Teppich klasse umgesetzt und der Papagei Jago kommt auch als menschlicher Berater bestens rüber. Auch der Genie unterhält prächtig und trägt mit Witz und Charme zum effektvollen Meisterwerk bei, das leider nur noch bis Februar 2019 in Hamburg aufgeführt wird.

Ein Lob geht an dieser Stelle auch an die Bühnenbauer beider Musicals. Es ist prächtig anzusehen, wie viele verschiedene Kulissen, fahrbare Teile und Umgebungen aus dem Boden auf der Bühne Platz haben und so gut ineinander passen – bei Aladdin noch mehr als beim Lionking. Was sollte aber der Gangsta-Slang beim König der Löwen? Dass Genie viel herumkommt und selbst Waschmaschinen, Ballermann und Tor 1, 2 oder 3 kennt, ist in Ordnung, aber die Tiere in der Savanne? Naja. Auch der Beitrag zu Helene Fischers Atemlos in BEIDEN Musicals musste nicht sein. Dementsprechend wurde Scar bejubelt, als er sich abfällig über das Lied äußerte.

Meine Musical-Hitliste sieht aktuell wie folgt aus:

  1. Aladdin (Hamburg)
  2. Phantom of the Opera (New York City – Broadway)
  3. König der Löwen (Hamburg)
  4. My Fair Lady (Bad Hersfelder Festspiele)
  5. Titanic (Bad Hersfelder Festspiele)
  6. Burlesque (Bad Hersfelder Festspiele)

DSC_0278.JPGAuch ein Trip ins Miniatur-Wunderland musste sein. Auf zwei Etagen wurde eine gigantische Miniaturwelt mit zahlreichen Effekten und Beleuchtungen aufgebaut. Schade war nur, dass das Ganze trotz Timeslot sehr überfüllt wirkte. Besser wäre eine klare Laufrichtung gewesen, als dauernd kreuz und quer Leute zu haben, die sich irgendwohin stellen und man kaum voran kommt, außer man hat viel Geduld oder verfällt ebenfalls ins chaotische Bewundern der kleinen großen Welt. Eintritt: 15 Euro.

DSC_0294.JPGDer Tierpark Hagenbeck ist auch einen Besuch wert und verglichen mit anderen Zoos rechtfertigt dieser auch den doch hohen Eintrittspreis von 20 Euro. Fast alle Tiere wirken so als hätten sie einen ausreichend großzügigen Lebensraum. Ein paar Vögel wirkten arg eingeengt und die Hälfte des Tigergeheges bestand aus Wasser ohne jegliche Bewegung. Ansonsten lässt sich dort aber ein abwechslungsreicher Tag mit Pinguinen, Eisbären, coolen Hasen und neugierigen Elefanten verbringen. Auch die Grünanlagen drumherum laden zum Spazierengehen ein.

DSC_0300.JPGIm Anschluss lohnt sich ein Besuch bei Planten un Blomen, wo mehrmals am Tag (14, 16, 18 und 22 Uhr) eine rund 10-minütige Wassershow präsentiert wird. Spätabends dann wohl auch mit Musik und Beleuchtung. Ich war aber um 18 Uhr vor Ort. Durch den großen Spielplatz bietet sich hier auch ein Besuch mit Kindern an.

DSC_0253.JPGEin Besuch auf der Aussichtsetage der Elbphilharmonie ist kostenlos. Im Hard Rock Cafe Hamburg lief zu meinem Besuch leider eher Pop als Rock und auch das Personal wirkte weniger organisiert als in anderen Lokalen. Man gab mir ein dreckiges Messer und ich musste zwei Mal nachfragen, bis es ein neues gab. Auch die Rechnung ließ sich Zeit. Dagegen bin ich vom Herzblut an der Reeperbahn sehr angetan. Toller Service und geschmacklich ungefähr auf einem Level mit dem Hard Rock Cafe.

Zum Schluss noch ein Geheimtipp: Luicella’s Ice Cream Eisdiele (Detlev-Bremer-Straße 46) hat sehr exquisite Sorten und niemand sollte sich vom Kugelpreis von 1,60 Euro abschrecken lassen. Für die Menge an Eis ist der Preis mehr als in Ordnung.

Um es kurz zu machen, zitiere ich einen Sticker, der mir in der Superbude aufgefallen ist: Super war’s …und gerne wieder!

 

Das Theaterstück zu den Känguru-Chroniken in Gera ist nicht witzig…

…aber das will es zum Großteil auch gar nicht sein.

Zu Beginn hangelt es sich zusammenhangslos an einigen Höhepunkten der (Hör-)Buchvorlage entlang. Entgegen der Vorlage ist das Känguru nur nervig lustlos, anstatt witzig zu wirken. Der Mark-Uwe-Darsteller singt regelmäßig, was Geschmackssache ist.

Doch dann ein Stimmungswechsel.

Mark-Uwe sitzt auf der Couch beim Psychater, der von einem sehr wandlungsfähigen Schauspieler dargestellt wird und für alle Nebenrollen (Herta, Nazi, Frau beim Arbeitsamt) herhalten muss. Es ist die erste Szene ganz ohne Känguru und irgendwie auch die erste, bei der ich lachen kann. Daraufhin folgen noch weitere mit Känguru, die ebenfalls witzig sind, aber darüber sinieren lassen, wieso das Stück nicht von Anfang an gut sein kann. Vielleicht, weil leider kein sprechendes Känguru auf der Bühne steht, sondern ein rundlicher Mann in dickem Pulli mit Puschelöhrchen und Leggins.

Zur Pause hin wird es nochmal besser und das Stück hält das Niveau eigentlich auch bis zum Ende. Eine Selbstkritik von Mark Uwe Klings Geist, der im Hauptdarsteller feststeckt und so vieles am Stück schrecklich findet, trägt ebenso dazu bei.

Doch gibt es vor allem eine Szene, die alles andere als witzig sein will. Dabei erzählt der Mark-Uwe-Darsteller von einer seiner ersten Lesungen. Damals wurde er gefragt, wieso er denn so viel über Rassisten schreiben würde – die gäbe es doch gar nicht mehr. Direkt im Anschluss erklärt er, dass es traurig sei, so etwas heutzutage nicht mehr gefragt zu werden.

Auf diese Szene folgten gefühlte 2 Minuten schwere Stille im Raum, um die Worte sacken zu lassen. Ich hoffte darauf, dass endlich einer der Darsteller etwas sagt und die Stille beendet, doch dauerte es fast eine Ewigkeit, was den Ernst der Lage und die nicht witzige Seite des Theaterstücks nur weiter unterstrich.

Insgesamt lohnt sich der Besuch für Fans der Vorlage, doch lassen die Theatermitarbeiter vor Ort einen faden Beigeschmack. Die Bar direkt neben dem Theater war die ganze Zeit geschlossen. Ein Hinweisschild zeigte den Weg in die erste Etage, wo man sich Getränke und Snacks kaufen kann. Die Dame am Tresen fragten wir, ob wir die Getränke von hier unten mit ins Theater nehmen können. Entweder war es ihr erster Tag oder sie stellte der Theatervorlage entsprechend den Kapitalismus dar, als sie meinte, das sei kein Problem.

Denn auf das Problem staßen wir schon bei den Kartenkontrolleuren, die das Gegenteil behauptete. Ergo mussten wir unsere Getränke auf einmal leer trinken, anstatt für die gesamten zwei Stunden etwas parat zu haben. Zudem durften wir in der Pause nichtmal sitzen bleiben, nur weil auf der Bühne ein paar Scherben von Zuckerglas weggekehrt wurden…

Fazit für die Bühne am Park: Scheißverein!

Fazit für das Theaterstück: Mal witzig, mal nicht witzig, insgesamt lohnenswert.